Video aus Text erstellen: Prompts richtig schreiben
Ein guter Text-zu-Video-Prompt beschreibt nicht nur das Motiv, sondern auch, was sich bewegt und wie die Kamera die Szene zeigt. Beginne mit einer kurzen, eindeutigen Einstellung statt mit einer kompletten Handlung. So kannst du das Ergebnis leichter beurteilen und mit einem zweiten Prompt gezielt verbessern.
Die vier Bausteine eines Video-Prompts
Beschreibe diese Elemente möglichst konkret:
- Figur oder Motiv: Wer oder was ist zu sehen? Nenne auffällige Merkmale wie Kleidung, Material oder Farbe.
- Aktion: Was passiert während der Einstellung? Ein klares Verb wie „dreht“, „geht“ oder „öffnet“ ist hilfreicher als eine lange Ereigniskette.
- Umgebung: Wo findet die Szene statt? Ergänze bei Bedarf Licht, Wetter und wichtige Objekte.
- Kamerabewegung: Bleibt die Kamera stehen, fährt sie langsam näher oder folgt sie dem Motiv? Wähle zunächst nur eine Bewegung.
Füge anschließend Stil und Bildausschnitt hinzu, zum Beispiel „fotorealistisch, mittlere Einstellung“. Für einen Social-Media-Clip eignet sich häufig 9:16, für ein Video im Querformat 16:9. Wenn ein Produktfoto bereits vorliegt, lies auch die Anleitung zum Animieren von Produktfotos.
Schritt für Schritt: Video aus Text erzeugen
- Prompt vorbereiten. Notiere Figur, Aktion, Umgebung und Kamerabewegung in einem kurzen Absatz. Lege außerdem fest, ob du eine Nahaufnahme, eine mittlere Einstellung oder eine Totale benötigst.
- Oranzy öffnen und anmelden. Gehe zu Oranzy Video und registriere dich für 100 Bonus-Tokens. Öffne anschließend die Videoerstellung und wähle eine dort verfügbare Text-zu-Video-Option.
- Modell und Format wählen. Wähle ein verfügbares Modell, beispielsweise Kling 4.0 oder Wan 3.0, und stelle, sofern angeboten, das passende Seitenverhältnis und die gewünschte Dauer ein. Prüfe vor dem Start die angezeigten Einstellungen und den Tokenbedarf.
- Generieren und prüfen. Füge den Prompt ein und starte die Generierung. Kontrolliere anschließend Motiv, Bewegung, Bildausschnitt und Kameraführung. Notiere, was du beim nächsten Versuch ändern möchtest.
Beispiel-Prompt und gezielte Überarbeitung
Dieser Prompt beschreibt eine einzelne Einstellung:
Eine Radfahrerin mit gelber Regenjacke fährt langsam durch eine ruhige Stadtstraße nach dem Regen. Nasse Pflastersteine spiegeln das warme Licht der Schaufenster. Die Kamera folgt ihr seitlich auf gleicher Höhe. Fotorealistisch, mittlere Einstellung, sanftes Abendlicht.
Wenn die Kamera zu unruhig wirkt, ändere zunächst nur diesen Teil: „Die Kamera folgt ihr seitlich auf gleicher Höhe“ wird zu „Die Kamera steht still, während die Radfahrerin von links nach rechts durch das Bild fährt“. Generiere den Clip erneut und vergleiche beide Fassungen. So erkennst du leichter, welche Änderung geholfen hat.
Für ein Produktvideo kannst du dasselbe Muster verwenden: Produkt, sichtbare Bewegung, Hintergrund und Kamera beschreiben. Soll der fertige Clip zusätzlich Sprache oder Geräusche erhalten, hilft die Anleitung zu KI-Videos mit Ton und Sprache.
Häufige Fehler vermeiden und Tokens sparen
- Zu viele Aktionen: „Die Person rennt, springt, dreht sich und öffnet eine Tür“ verlangt mehrere komplexe Bewegungen. Teile die Handlung lieber in einzelne Clips auf.
- Widersprüchliche Kameraangaben: Eine Kamera kann in derselben Einstellung nicht gleichzeitig stillstehen und um das Motiv kreisen. Entscheide dich für eine Führung.
- Vage Begriffe: Statt „schöne Beleuchtung“ beschreibe etwa „weiches Fensterlicht von links“. Konkrete Angaben sind leichter zu überprüfen.
- Zu viele Änderungen auf einmal: Wenn du Motiv, Stil und Kamera gleichzeitig änderst, lässt sich der Grund für ein besseres oder schlechteres Ergebnis kaum erkennen. Passe zunächst nur den wichtigsten Fehler an.
- Falsches Format: Lege vor der Generierung fest, wo der Clip erscheinen soll. Prüfe bei 9:16, ob das Hauptmotiv im Hochformat genügend Platz hat.
Beginne mit einer einfachen Szene und den benötigten Einstellungen. Prüfe jeden Versuch, bevor du weitere Varianten erzeugst.
FAQ
Welche Angaben gehören in einen Text-zu-Video-Prompt?
Beschreibe das Motiv, eine klare Aktion, die Umgebung und die Kamerabewegung. Ergänze bei Bedarf Bildausschnitt, Licht und Stil.
Welches Seitenverhältnis sollte ich wählen?
Für viele Smartphone- und Social-Media-Videos eignet sich 9:16. Für Videos im Querformat ist 16:9 ein guter Ausgangspunkt. Wähle das Format vor der Generierung, sofern es verfügbar ist.
Wie verbessere ich einen Clip mit unruhiger Kamera?
Ersetze die Kamerabeschreibung durch eine einfache Anweisung wie „Die Kamera steht still“. Lass den Rest des Prompts zunächst unverändert und vergleiche den neuen Clip mit dem ersten.
Wie vermeide ich unnötige Generierungen?
Beginne mit einer einzelnen Aktion und prüfe Modell, Format und Tokenbedarf vor dem Start. Ändere nach der ersten Generierung nur den wichtigsten fehlerhaften Teil des Prompts.